„Wir dürfen unsere Werte nicht leichtfertig opfern“

Die öffentliche Ankündigung der Rastatter Stadtverwaltung, das  Kruzifix an der Badener Brücke zu versetzen, um Platz für eine beleuchtete Werbetafel zu schaffen, hat den CDU-Stadtverband auf den Plan gerufen.  „Das historische Kreuz steht dort, seit ich denken kann. Es gehört zum barocken Stadtbild, und zwar genau an dieser Stelle“, betont Vorsitzender Patrik A. Hauns. „Wir dürfen unsere Werte nicht leichtfertig opfern, schon gar nicht für eine Werbetafel.“

 

Ausdruck abendländischer Kultur

In Abstimmung mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Axel Wafzig hat sich der Stadtverband deshalb an die Stadtverwaltung gewandt und sein Unverständnis über die völlig überraschend angekündigte Maßnahme geäußert.  „Kreuze sind Ausdruck unserer abendländischen Kultur und Symbol unserer christlichen Wertorientierung“, betont Hauns.

Ungeachtet dessen gebe es für die Werbetafel einen besseren Standort, zum Beispiel weiter südlich in Höhe der Firma Maquet, wo deutlich mehr Verkehrsteilnehmer erreicht würden. Auch am nördlichen Stadteingang sei die städtische Informationstafel zu Recht am Berliner Ring und nicht erst in der Innenstadt installiert worden.

 

Stadtverwaltung diskutiert Standort

In einer ersten Reaktion hat die Stadtverwaltung zugesichert, das denkmalgeschützte Kreuz „nicht an irgendeine unbekannte Ecke Rastatts“ zu verlegen. Das Kruzifix solle vielmehr in der Grünanlage an der Badener Brücke verbleiben und dort an einer „besser sichtbaren Stelle“ positioniert werden. Der genaue Standort werde innerhalb der Verwaltung noch diskutiert. Wie der persönliche Referent des Oberbürgermeisters, Jonathan Berggötz, gegenüber dem CDU-Stadtverband jedoch bekräftigte, soll die geplante Werbetafel „vom Kruzifix so weit entfernt in der Grünanlage stehen, dass weder die Sicht auf das Kreuz, noch die Sicht auf die Stadt beeinträchtig wird.“ 

 

Gemeinderat soll entscheiden

Nach Auffassung des CDU-Stadtverbands sollte die Stadtverwaltung dem Gemeinderat die Gelegenheit geben, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Hauns:  „Es darf kein Alleingang der Verwaltung sein, die Bürger müssen mitgenommen werden.“


13.08.2015

Das Kruzifix an der Badener Brücke gehört zum barocken Stadtbild. Es steht zu Recht unter Denkmalschutz.

 

 

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